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Fortbildung in Zeiten von Corona-Beschränkungen

Am Wochenende 14.-16. Januar 2022 haben wir unser Angebot „Große Basisqualifikation Trauerbegleitung“ zum ersten Mal in einem Hybrid-Format durchgeführt.

Das heißt: Teilnehmende im AETAS-Seminarraum vor Ort waren virtuell mittels eines großen Bildschirms mit Teilnehmenden verbunden, die sich aus der Ferne via dem Videokonferenzsystem „zuschalteten“ – für alle Beteiligten eine große Herausforderung, die anfangs mit Einschränkungen auf beiden Seiten hingenommen werden musste.

Die Teilnehmer:innen im Netz mussten sehr konzentriert dabei sein, da vor allem die Tonübertragung nicht immer zufriedenstellend war. Auch war mitunter das Netz überlastet, so dass die Übertragung stockte oder ganz ausfiel. Das hatte zur Folge, dass die Teilnehmer:innen vor Ort ihre Beiträge verzögerten oder wiederholen mussten. Es war also nicht so zufriedenstellend, wie wir uns das im Leitungsteam gewünscht haben, und bedurfte einiger technischer Nachjustierungen und Experimente.

Dennoch gelang uns eine Schulung mit der bestmöglichen Darstellung von vielen Inhalten und auch mit Übungen in übergreifenden Gruppen: virtuelle Teilhabe mit Teilnehmer:innen vor Ort, also im wahrsten Sinne Raum-Erweiterung und Lern-Erweiterung in einem!

Fazit und Ausblick:

Unser Leben ändert sich ständig: Wir werden immer mehr Dinge virtuell machen, und auch mehr Fertigkeiten erlangen, wie wir uns im Netz begegnen. Das hat – wie alles – Vor- und Nachteile: wir wissen, dass das Universum und damit auch unser Leben bipolar=zweiseitig geprägt ist. Alles Gute hat auch einen weniger guten Aspekt, und alles Schlechte hat auch eine gute Seite. So kann uns die Pandemie tatsächlich mit ihren unliebsamen Begleiterscheinungen auch neue Räume öffnen und uns viele neue Möglichkeiten zeigen, Nähe auch in physischer Distanz zu schaffen.

Ich meine, dass Corona uns tatsächlich neue Sichtweisen eröffnet hat. So werden die Persönlichkeiten mit ihren Besonderheiten bewusster wahrgenommen, und die Trauer über Veränderungen und Unwägbarkeiten kann uns Menschen klarmachen, wie wir damit umgehen sollten. Entweder lamentieren wir, dass alles sich verändert, oder wir können neue Wege gehen und die Trauer umwandeln, dass sie das Leben nicht behindert.

Das Bewusstsein für diese Umwandlung zu fördern ist die Aufgabe der Trauerbegleitung. Wenn wir sie in unseren Kursen lehren und auch leben, ist es immer auch die Begegnung mit uns selbst.

Wir können Methoden und Wissen der Trauerbegleitung vermitteln – und aktuell sogar noch mehr: Die Pandemie mit all den Beschränkungen zeigt, wie wir lernen können, uns auf sich verändernde Gegebenheiten einzulassen. Trauer ist ein Umwandlungsprozess: das, was war und ist, kann neu gesehen werden.

In diesem Sinne werden wir unsere Veranstaltungen weiter fortführen. Wir freuen uns, wenn Sie dazu beitragen wollen, diese Sichtweise von Trauer weiter zu geben.

Renata Bauer-Mehren, RBM-Institut                                                               Januar 2022

Neuer Kursbeginn „Trauerbegleiter:in BVT“

Es startet wieder ein neuer Kurs … Wir freuen uns!